Ausgangslage

Sauberes Wasser in drei Anwendungsbereichen — der aktuelle Markt deckt jeden Bereich isoliert ab, kombiniert jedoch nicht.

Drei Anwendungsbereiche, ein Bedarf

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Heimbereich

Leitungswasser ist nicht so rein, wie viele glauben. Partikel, Medikamentenrückstände, Pestizide, Schwermetalle, Mikroplastik — Umkehrosmose filtert 99% aller Schadstoffe. Die Anlage dient der Aufbereitung reineren Wassers im Alltag. Betriebsdruck: ca. 8–10 Bar.

Maritimer Bereich

Lange Aufenthalte auf dem Wasser bei begrenzter Tankkapazität erfordern Salzwasser-Entsalzung. Segler und Bootsbesitzer benötigen Unabhängigkeit vom Hafen. Salzwasser-Entsalzung erfordert >65 Bar Druck — verstärkte Membranen und Hochdruckpumpen. Dieser technische Aufwand ist kostenrelevant.

Notfallvorsorge

Stromausfall, Wasserrohrbruch, Krisensituation. Die Infrastruktur ist beeinträchtigt. Sauberes Wasser muss auch ohne Strom verfügbar sein — per Handpumpe oder Pedal. Unabhängig von der öffentlichen Versorgung.


Technische Trennung: Druckbereiche

Der entscheidende technische Unterschied zwischen den Anwendungsbereichen ist der erforderliche Betriebsdruck. Dieser bestimmt Membran-Auslegung, Pumpenleistung und Materialkosten maßgeblich.

AnwendungsbereichBetriebsdruckWasserquelleTechnischer AufwandKostenfaktor
Heimbereich ca. 8–10 Bar Leitungswasser (Süßwasser) Standard-Membranen, niedriger Druck niedrig
Maritimer Bereich >65 Bar Salzwasser Verstärkte Membranen, Hochdruckpumpe, korrosionsbeständige Materialien hoch
Notfallvorsorge je nach Wasserquelle Süß- oder Salzwasser Stromunabhängiger Antrieb (Hand/Pedal) erforderlich mittel

Folgerung für die Produktkosten

Für die meisten Anwendungsfälle — Heimbereich, Outdoor, Notfallvorsorge mit Süßwasser — wird kein 65-Bar-Hochdrucksystem benötigt. Die Salzwasser-Entsalzung ist ein separater technischer Aufwand, der nur im maritimen Einsatz nötig ist. Diese Trennung ist preisrelevant: Ein Heimbereich-Gerät bei 8–10 Bar ist deutlich günstiger zu fertigen als ein Marine-Gerät bei >65 Bar.


Limitation aktueller Systeme

Der Markt bietet für jeden Anwendungsbereich isolierte Lösungen. Jedes Produkt ist nur für einen Einsatzort gemacht. Kein Anbieter kombiniert.

Marine-Watermaker

Fest im Boot eingebaut. Salzwasser-Entsalzung bei >65 Bar. Funktioniert nur mit 12V/24V Bordspannung. Das Gerät ist in der Off-Season ungenutzt — wochen- oder monatelang. Die Investition liegt brach.

Beispiele: Rainman ↗, Spectra ↗, Schenker ↗ — €3.800 bis €15.824

Heimanlagen

Unter der Spüle installiert. Fest an die Wasserleitung angeschlossen. Funktioniert nur mit Wasserdruck und Strom. Kann nicht mitgenommen werden — weder aufs Boot noch zum Camping.

Beispiele: iSpring ↗, OsmoFresh ↗, Ecosoft ↗

Outdoor-Handfilter

Klein, leicht, für den Rucksack. Nur Süßwasser. Kein Ersatz für eine Heimanlage — begrenzte Filterleistung.

Beispiele: Katadyn Hiker Pro ↗, QuenchSea ↗ — €109 bis €359

Kernpunkt

  • Marine-Watermaker (€5.580–€15.824) ist fest im Boot verbaut — ungenutzt in der Off-Season. Die Investition liegt brach.
  • Beide Systeme — Marine-Watermaker und stationäre Heimanlagen — sind an Strom gebunden. Im Notfall ohne Versorgung funktionieren sie nicht.
  • Der Kunde kauft für jeden Anwendungsbereich ein separates Gerät — oder verzichtet auf Funktionen.

Die Ausgangslage

Der Markt bietet für jeden Anwendungsbereich isolierte Lösungen. Es gibt kein Produktkonzept, das den Heimbereich als täglichen Nutzungsfall mit der Notfallvorsorge (stromlos, per Handpumpe oder Pedal) und — für den maritimen Einsatz — der Salzwasser-Entsalzung verbindet. Die Investition in eine Anlage sollte ganzjährig im Einsatz sein, nicht saisonal im Keller oder nur im Boot verbaut liegen.

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